Vor der Saison galten beide Teams als heißer Favorit auf den Meistertitel in der B-Staffel der 1. Amateurliga. Während Taufers auf eine eingespielte Mannschaft zählen kann, verstärkte sich Albeins im Sommer enorm und rüstete die Mannschaft in allen Bereichen auf. Mittlerweile sind sechs Spieltage vergangen und die zwei Teams werden ihren Ansprüchen gerecht.

Das Spiel der Woche

Sowohl Taufers als auch Albeins haben bisher 12 Punkte gesammelt. Aber: Während Taufers schon zwei Niederlagen (gegen Gsies und Schabs) einstecken musste, ist Albeins noch ungeschlagen. Ob das auch nach dem 7. Spieltag so sein wird?

Taufers: Erfahren und eingespielt

Vor zwei Jahren gelang dem ehemaligen Oberligisten Taufers die Rückkehr in die 1. Amateurliga. Seitdem gehören die Pusterer zu den besten Teams der Liga. Warum, das liegt auf der Hand. Taufers hat in allen Mannschaftsteilen erfahrene und hochklassige Spieler, das Team ist eingespielt und hat in Harald Kaneider einen starken Trainer. Zudem kamen im Sommer Spieler, die der Mannschaft auf Anhieb weiterhelfen konnten (Daniel De Nadai, Dominik Kirchler, Maximilian Hofer). Schlüsselspieler im Tauferer Konstrukt ist Marco Mittermair, der zu den besten Torhütern der Liga zählt. In der Abwehr hält Kapitän Simon Niederwolfsgruber den Laden dich, im Mittelfeld zieht der junge Alberto Lacedelli (er ist nach einem Auslandsjahr in den USA zurück) die Fäden und vorne sorgt Markus Kirchler für die nötigen Tore. Ein weiterer Pluspunkt: Taufers ist gewieft, körperlich robust und technisch stark. Alles in allem eine sehr unangenehme Mannschaft.

Albeins: Viel Oberliga-Power

Als der ehemalige Watford-Co-Trainer Alfredo Sebastiani im Vorjahr bei Oberligist Brixen übernahm, wurde das Trainingspensum gewaltig erhöht. Schnell war klar, dass das einigen Spielern zu viel ist. Obwohl Sebastiani nach nur einem Jahr das Weite suchte, musste Brixen im Sommer zahlreiche Abgängen vermelden. Mit Kapitän Danny Fäckl, Johannes Seeber und Dennis Fanani wechselten gleich drei von ihnen ins nahegelegene Albeins, das eine Fraktion der Stadt Brixen ist. Der Klub Albeins ordnete zudem einen Neustart an, es lief nicht wie gewünscht in den letzten Jahren. Nach der schwachen Vorsaison übernahm Ex-Eppan-Stürmer Alex Feltrin als Spielertrainer – bislang mit Erfolg. Dass die Mannschaft über einen Top-Kader verfügt ist ohnehin klar, doch auch innerhalb des Vereins scheint es zu passen. Es ist also durchaus anzunehmen, dass Albeins bis zum Schluss um den Titel mitspielen wird.

Der Scarico-Tipp

Taufers hat zwar am letzten Wochenende verloren, doch die Mannschaft ist vor eigenem Publikum kaum zu schlagen – auch von Albeins nicht. Scarico tippt deshalb auf eine „1“, also einen Heimsieg der Mannschaft von Trainer Kaneider.

Foto: Dieter Runggaldier