Das Spiel der Woche

Riffian Kuens gegen Kaltern. Zweitbeste Abwehr gegen beste Abwehr. Erster gegen Erster. Mehr Spitzenspiel, als es der Kracher aus der 1. Amateurliga bietet, geht fast nicht. Kann Kaltern den Herbstmeister vom Thron stürzen? Oder schlägt Riffian Kuens nach der Niederlage zum Rückrunden-Auftakt zurück?

Riffian Kuens – Kaltern: Mehr Spitzenspiel geht nicht

Riffian Kuens: Überraschender Herbstmeister

Vor der Saison musste man Riffian Kuens durchaus auf dem Zettel haben. Die Gründe liegen auf der Hand. Eine eingespielte Mannschaft, körperlich herausragend und mit starken Einzelkönnern in der Offensive bestückt. Dass es am Ende der Halbserie zum Herbstmeistertitel reichte, war trotzdem ein bisschen überraschend. Das liegt vor allem an der starken Konkurrenz, denn Namen haben Kaltern und Terlan die größeren im Kader.

Zwar hat auch Riffian Kuens mit Torhüter Pasquale Colosimo einen exzentrischen Wandervogel im Kader, doch an die Strahlkraft eines Peter Mair (Kaltern) oder Willy Amofah (Terlan) reicht er nicht heran. Trotzdem: Colosimo schien das letzte, entscheidende Puzzlestück im Riffian-Kader gewesen zu sein. Er hat die starke Defensive der Burggräfler weiter verstärkt (bisher erst 11 Gegentore). Schmerzhaft ist der Ausfall von Kapitän und Innenverteidiger Stephan Erb. Auch ansonsten fehlen einige Spieler, Lukas Spechtenhauser ist zum Beispiel gesperrt. Außerdem muss die Mannschaft von Trainer Hannes Köllemann die erste Saisonniederlage verkraften. Zum Rückrunden-Auftakt gab es eine 0:1-Pleite gegen Nachzügler Sarntal.

Riffian Kuens gegen Kaltern. Zweitbeste Abwehr gegen beste Abwehr. Erster gegen Erster. Mehr Spitzenspiel, als es der Kracher aus der 1. Amateurliga bietet, geht fast nicht. Kann Kaltern den Herbstmeister vom Thron stürzen? Oder schlägt Riffian Kuens nach der Niederlage zum Rückrunden-Auftakt zurück?

Philipp Flarer (links), Verteidiger von Riffian Kuens.

Kaltern: Der Favorit ist zurück in der Spur

Kaltern hat im Sommer mit einigen hochkarätigen Neuverpflichtungen aufhorchen lassen. Damit brachten sich die Überetscher selbst als Titelaspirant ins Spiel. Mit Torhüter Walter Corradini fällt ein Neuzugang jetzt aus. Er hat sich das Kreuzband gerissen, was für Kaltern ein größeres Problem ist. Denn, adäquater Ersatz konnte im Winter keiner gefunden werden. Und in den eigenen Reihen schaut es ebenfalls schlecht aus. Deshalb hütet seit Rückrunden-Start der Neumarkter Patrick Rossi das Tor. Ob das die stärkste Defensive der Liga (Georg Dissertori & Co. kassierten erst 9 Gegentreffer) ins Wanken bringt?

Offensiv hat Kaltern im Winter mit Armin Stuefer nachgelegt. Der Sarner entscheidet ein Spiel an guten Tagen im Alleingang. An schlechten, spielt Kaltern mit einem Mann weniger. Ähnlich ist es mit Peter Mair, der sich bei Kaltern allerdings gut präsentiert. Zwar tritt er weniger als Torschütze in Erscheinung, trotzdem läuft jede Angriffsaktion der Gelb-Schwarzen über den Ex-Naturnser. Allerdings hinkt Kaltern im Vergleich mit den anderen Spitzenmannschaften der Liga mit dem Toreschießen etwas hinterher (bisher erst 23 Tore).

Der Scarico-Tipp

Auch wenn Riffian Kuens stark ersatzgeschwächt ist, werden sie sich daheim die Butter nicht leicht vom Brot nehmen lassen. Zumal die Blau-Weißen die Niederlage zum Auftakt gut machen wollen. Kaltern muss sich gehörig strecken, um Zählbares mitzunehmen. Wir glauben an ein Unentschieden und kreuzen das „X“ an.

 

Bilder: Dieter Runggaldier