Das Spiel der Woche

Wenn der Tabellenzweite aus Lana auf den Vierten Partschins trifft, dann scheint eines fix: Es wird viele Tore geben. Warum? Nun, während die Untervinschger im Schnitt 2,6-mal pro Spiel treffen, erzielt Lana im Schnitt unglaubliche 3,5 Tore. Scarico hat sich angesehen, was das für das Duell der beiden Topklubs aus der Landesliga bedeutet.

Das Spiel der Woche: Lana - Partschins

Im Mai 2017 gab es im Meraner Combistadion ein packendes Duell um Platz 2 in der Landesliga-Endtabelle. Unter der Saison sowohl Lana als auch Partschins 60 Punkte gesammelt. Weil die Tordifferenz im italienischen Fußball nichts zählt, musste ein Entscheidungsspiel her um den Vizemeister zu ermitteln. Dieses gewann Partschins knapp mit 2:1, am Ende blieben die Schwarz-Roten dennoch in der Landesliga und stiegen nicht auf. Jetzt gibt es das Duell erneut und wieder sind beide Mannschaften ganz vorne in der Tabelle mit dabei. Es wird also spannend, wenn Schiedsrichter Ismael Sabri aus Rovereto am Mittwoch-Abend um 20 Uhr das Spiel anpfeift.

Lana: Offensiv-Power ohne Ende

Bereits in den letzten Jahren war Lana die Tormaschine der Liga. Heuer legten die Burggräfler im Sommer-Transferfenster noch eine Schippe drauf und holten Lukas Hofer von Virtus Bozen zurück. Dass der Blondschopf in der Landesliga eine Ausnahmeerscheinung ist, hat er in den ersten sechs Spielen bewiesen. In denen hat der 22-Jährige nämlich schon achtmal eingenetzt. Die Mannschaft nur auf Hofer zu beschränken, würde ihr aber nicht gerecht. Was bei Lana besonders heraussticht, ist die Qualität der Jugendspieler. Während viele Teams Probleme mit der Jugendregel haben (in der Landesliga müssen ein 1997er und ein 1998er immer auf dem Platz stehen), kann Lana aus einem riesigen Pool an Nachwuchskräften fischen. Der wohl stärkste Jugendspieler wird aber fehlen: Matthias Gasser. Der fünffache Saisontorschütze laboriert noch an einer Knöchelverletzung und fällt noch länger aus. Die Schwachstellen bei Lana sind ebenfalls schnell ausgemacht. Die Defensive ist extrem löchrig, auch heuer haben Kapitän Andreas Ratschiller & Co. bereits elf Gegentore in sechs Spielen kassiert. Ein Grund dafür ist der verletzungsbedingte Ausfall von Abwehrchef Luca Sorrentino, der nach einer Knieverletzung noch nicht fit ist und heuer noch kein Spiel bestritten hat. Gegen Partschins wird zudem Matthias Greif fehlen (er hat sich beim 5:1-Erfolg gegen Stegen verletzt). Körperlich und auch mental sieht sich das Trainerduo, das aus Kurt Forer und Davide Penasa besteht, für das Spitzenspiel gerüstet. „Wir haben eine gute Balance im Spiel und uns alle Punkte erkämpft. Wir wissen, dass wir in der Offensive besser sind als Hinten, aber wir arbeiten hart daran um uns zu verbessern“, so Penasa.

Partschins: Es läuft wieder rund

Mit großen Erwartungen ist man in Partschins in die neue Saison gestartet. Die ersten Dämpfer folgten schnell. Vor allem die 1:5-Klatsche gegen Aufsteiger Milland war eine schallende Ohrfeige – und ein Weckruf für die Mannschaft. Seitdem hat Partschins nämlich alle Spiele gewonnen. Ähnlich wie Lana hat auch das Team um Spielertrainer Armin Rungg ihre Vorzüge in der Offensive. Mit Felix Rungg steht ein Bomber der Extraklasse zur Verfügung (bereits 7 Saisontreffer), daneben wirbeln mit Michael Tscholl und Dominik Schnitzer zwei weitere Hochkaräter. Schwächen zeigt Partschins in der Abwehr (schon 12 Gegentore) und das, obwohl mit Andreas Nischler ein herausragender Keeper im Tor steht. Übrigens: Nischlers Vorgänger, Uli Rungg, steht mittlerweile bei Lana zwischen den Pfosten.

Der Scarico-Tipp

Beide Mannschaften befinden sich in guter Form und haben ihre Spiele am vergangenen Wochenende gewonnen. Weil Lana Heimvorteil genießt und Partschins noch nicht ganz stabil erscheint, tippt Scarico auf einen „Einser“.

Foto: Dieter Runggaldier