Das Spiel der Woche

Jahrelang war Eppan gegen Salurn ein Klassiker in der Oberliga. Während Eppan elf Oberliga-Jahre hinter sich hat, hat Salurn mit Abstand die meisten Oberliga-Saisonen aller Vereine aus der Region absolviert. 1162 Spiele, oder 39 Saisonen, bestritten die Unterlandler in der höchsten regionalen Spielklasse. Ein Rekord, der noch lange halten wird.

Das Spiel der Woche

Mittlerweile gehen die Rot-Gelben aus dem südlichsten Dorf Südtirols in ihre dritte Landesliga-Saison in Folge. Man hat sich eingelebt in der Liga. Das ist auch notwendig, denn vom Aufstieg zu träumen, ist in Salurn zur Zeit nicht drin. Ein paar Kilometer nördlich sieht die Sachlage anders aus. Nach dem Abstieg im Vorjahr, will Eppan den direkten Wiederaufstieg schaffen. Einfach wird das aber nicht, denn die Konkurrenz ist groß. Im Moment führen die Überetscher die Landesliga an. Zusammen mit Partschins und Lana liegt Eppan auf Platz 1.

Eppan: Die beste Mannschaft der Liga

Nach einer verkorksten Vorsaison musste Eppan im Mai den bitteren Gang in die Landesliga antreten. Bitter vor allem deswegen, weil man sich im Endspurt noch gehörig ins Zeug legte. Von den letzten sieben Spielen wurde keines verloren. Am Ende war es dennoch zu wenig und Eppan musste nach neun Oberliga-Jahren in Folge eine Liga tiefer. Jetzt will man wieder zurück – auch weil die Mannschaft und der Trainer gleich geblieben sind und alle Leistungsträger gehalten werden konnten.
Im Tor steht mit Ex-FC-Südtirol-Keeper Denis Iardino ein herausragender Schlussmann, davor räumen der torgefährliche Christian Avancini (der Innenverteidiger ist extrem stark nach Standards) und Cristian Parise auf. Mit Michael Osti (Ex-Virtus, Weinstraße Süd) hat man zudem einen Topstürmer in den eigenen Reihen. Er hat heuer schon elfmal getroffen. Alles in allem kann man sagen, dass Eppan den besten Kader der Landesliga hat – auch weil die jungen Spieler auf der Höhe sind.

Salurn: Kleine Brötchen backen

Vor einigen Jahren war Salurn noch eine richtig große Nummer im Südtiroler Amateurfußball. Mittlerweile hat man aber keinen Max Dalpiaz mehr und im Sommer verabschiedeten sich mit Mattia Laghi, Tobias Dipoli-Wieser und den Gennaccaro-Brüdern weitere Stammspieler. Was übrig bleibt ist die Tatsache, dass man erstmal kleinere Brötchen backen muss.
Traditionell fischt Salurn gerne in Gewässern südlich von Südtirol. Das war auch heuer der Fall. Aus Cavalese kamen Torhüter Simone Delladio und Mittelfeld-Mann Gabriele La Forgia (er hat bisher zweimal getroffen). Der dickste Fisch kam ebenfalls aus dem Trentino: Alessio Mariotti. Der Stürmer wurde im Vorjahr Landesliga-Meister mit Anaune Val di Non, verabschiedete sich nach dem Aufstieg allerdings aus Cles. Bei Salurn ist er der Schlüsselspieler in der Offensive – auch weil er die Liga bestens kennt. Ansonsten versucht man im Unterland eigene Jugendspieler einzubauen. Ein Vorhaben, das bisher eher mittelmäßig funktioniert. Zwar kommen viele Junge zum Zug, erfolgreich ist es bisher nicht. Stattdessen muss Salurn aufpassen, dass man nicht in den Abstiegsstrudel gerät – das hätte fatale Folgen.

Die Scarico-Prognose

Die Rollen sind klar verteilt. Eppan ist der große Favorit, Salurn kann eigentlich nur gewinnen. Das wird aber nicht der Fall sein. Die drei Punkte bleiben in Eppan.

Foto: Dieter Runggaldier